Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Dez
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19:00, Freitag, 15. Dezember 2017
Seitenstetten, Berg 11
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19:00, Samstag, 16. Dezember 2017
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Nov
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20:00, Samstag, 18. November 2017
Blindenmarkt, Hauptstraße 11
 
 

Soziales

 

In St. Pölten leben Menschen aus über 100 Nationen: von der großen türkischen Community bis zu den Neuseeländern, die eine Person zählt. Das zweitägige „Fest der Begegnung“ am 8. und 9. September am St. Pöltner Rathausplatz, das von der Betriebsseelsorge der Diözese St. Pölten organisiert wird, setzte damit ein Zeichen des Miteinanders und der Begegnung. Tausende Menschen kamen, um sich von indischen, arabischen, philippinischen oder iranischen kulinarischen Spezialitäten verwöhnen zu lassen. Und das bei den Klängen der Blaskapelle Marchviertel oder der serbischen Kindertanzgruppe.

Hauptorganisator und Betriebsseelsorger Sepp Gruber freute sich im Namen der Diözese St. Pölten über diese Initiative des Miteinanders zwischen den Religionen, Kulturen und Volksgruppen. Das Fest sei ein Zeichen, dass das Zweite Vatikanische Konzil lebe und großartige Früchte hervorbringe. Denn bei dem Konzil, das vor 50 Jahren beendet wurde, wurde auch der Wert der anderen Religionen hervorgehoben. Er hatte auch eine politische Botschaft: Das Hickhack um die Mindestsicherung sorge sicherlich nicht für ein Miteinander. Denn Solidarität sei wichtig für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.

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„Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben, aber nicht auf ein noch luxuriöseres, wenn es noch so viele Arme gibt“, sagte der bekannte Amstettner Arbeiterpriester und „Rote Kaplan“ Franz Sieder bei der Sommerakademie der Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB) in Gaming. Die dreitägige Tagung (Montag-Mittwoch) vernetzte Gewerkschafter und kirchliche Arbeitnehmer aus Wien, Burgenland und Niederösterreich und thematisierte heuer besonders folgende Fragen: Vermögenssteuern, Industrie 4.0 und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt sowie den Klimawandel und wie sich dadurch die Jobs entwickeln.
 
Die KAB- und Gewerkschafts-Vertreter/innen kritisierten insbesondere die niedrigen Vermögenssteuern. Hier sei Österreich mit 0,55 Prozent zum BIP das Schlusslicht in der Europäischen Union, so Referent Gerald Fröhlich von der Arbeiterkammer. Er sehe die Gefahr, dass die europäischen Länder die Körperschaftssteuern kürzen und dadurch auch die Sozialleistungen. 1 Prozent der Bevölkerung würde 37 Prozent des Vermögens besitzen, die unteren 50 Prozent dagegen nur 2,2 Prozent. Die KAB und Gewerkschaften waren sich einig, dass diese Schieflage viel stärker in die öffentliche Diskussion müsse. Diese Umverteilung müsse über Vermögenssteuern geschehen, als weiterer Schritt müsste es auch zu einer gerechteren Wohlstandsverteilung zwischen armen und reichen Staaten kommen. Die ungleiche Verteilung des Vermögens sei viel stärker in der Öffentlichkeit zu thematisieren: medial, bei den Stammtischen oder bei Hausbesuchen, waren sich die Gewerkschafts- und KAB-Vertreter/innen einig.

 

Vom 12. bis 15. Juli 2017 fand die 31. Sommerakademie der KMBÖ in St. Pölten statt. Bei der traditionellen Veranstaltung der größten Männerorganisation Österreichs wurden vier Tage Vorträge und Workshops zum Thema Leben in Fülle gehalten.

Die 31. Sommerakademie der KMBÖ wurde mit einem Gottesdienst, geleitet vom emeritierten Militärbischof Mag. Christian Werner und EKan. Msgr. Willibald Steiner, geistlicher Assistent der KMB der Erzdiözese Wien, eröffnet.  „Gütiger Gott, du machst die Herzen der Menschen hell durch das Wirken des Heiligen Geistes. Gib, dass wir, Männer und Frauen bei der Sommerakademie, in diesem Geist erkennen und tun, das recht ist, und allzeit deinen Trost und Hilfe erfahren“, so em. Militärbischof Werner.

Msgr. Willibald Steiner betonte in seiner Predigt zum aktuellen Jahresthema: „Was ist ein Leben in Fülle? Wir Christen hoffen auf eine absolut gute Zukunft. Wir hoffen darauf, dass das Leben stärker als der Tod ist.  Wir Christen hoffen, aufgrund unseres Glaubens, dass unsere Hoffnung stärker ist als unsere Resignation, dass das Gute, das wir erfahren und tun, mächtiger ist als das Böse, das wir vielleicht antun“.

 
 

Der renommierte Papst-Leo-Preis 2017 für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre wurde bei der Kuratoriumssitzung der Papst-Leo-Stiftung in Horn an Mag. Dr. Iris Straßer vergeben. Die geschäftsführende Gesellschafterin der Strasser & Strasser Consulting GmbH erhält den mit 2000 Euro dotierten Preis für das von ihr initiierte und geleitete Projekt „Verantwortung zeigen“, das im Süden Österreichs versucht, verantwortliches Wirtschaften zu fördern. 75 namhafte, meist größere und große Partner haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen. Dr. Straßer ist ehrenamtlich auch Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Gurk.

Foto: Lydia Steininger
 

In Baden wurden die NÖ-Zukunftspreise 2016 vergeben, heuer standen sie ganz im Zeichen des Ehrenamtes und der Freiwilligkeit. Eine hochkarätige Jury hatte die Aufgabe unter über 120 Einsendungen, aus den drei Kategorien „Zivilcourage“, „Integration–Freiwillige Tätigkeiten“ und „Vereine & Institutionen“ jeweils drei Preisträger auszuwählen.

In der Kategorie „Integration-Freiwillige Tätigkeiten“ erreichte die Flüchtlings-Initiative „Willkommen Mensch – Gemeinsam für Integration in Amstetten“ Platz 2, sie wird vor allen von pfarrlichen Gruppen getragen. In der Kategorie „Vereine & Institutionen“ ging Rang 2 an „72 Stunden ohne Kompromiss“ der Katholischen Jugend. Die beiden Preisträger erhalten je 3000 Euro.

Hunderte Jugendliche wirkten in Niederösterreich von 19. bis 22. Oktober bei Österreichs größter Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“, die von der Katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit YoungCaritas und Hitradio Ö3 getragen wird. Eine Delegation der diözesanen Katholischen Jugend nahm die Auszeichnung entgegen.

In der Kategorie „Vereine & Institutionen“ ging Rang 2 an „72 Stunden ohne Kompromiss“ der Katholischen Jugend.
 

„Noch immer arbeiten Menschen mit Handicaps in den Tagesstätten und Behindertenwerkstätten ohne jegliche persönliche sozialrechtliche Absicherung bzw. ohne Anspruch auf den Erwerb einer Eigenpension“, kritisieren der Waldviertler Betriebsseelsorger und „Papst-Leo-Preisträger“ Karl Immervoll sowie seine „Initiativgruppe zu Gleichberechtigung und Inklusion“ scharf.
 
Seit Jahren versucht die Betriebsseelsorge in Kooperation mit anderen Sozialeinrichtungen eine Gleichstellung zu bewirken. Immervoll nennt ein Beispiel: „Eine junge Frau, die von einer bescheidenen Waisenrente lebt, bekommt für ihre Arbeit in der Tagesstätte 70 Euro im Monat, bezahlt aber an die Behörde  100 Euro Selbstbehalt.“ Weiters sagt Immervoll: „Menschen mit Behinderung haben keinen Anspruch auf eine eigene Sozialversicherung. Dieser Missstand widerspricht der UN-Behindertenkonvention, die von Österreich unterschrieben wurde, und auch der Katholischen Soziallehre. Diese sagt: Einkommen steht dem Menschen nicht aufgrund von Leistung, sondern aufgrund des Menschseins zu!“

Betriebsseelsorger Karl Immervoll mit der Combo Pertholz.
 

Mit einer "TTIP-Info-Tour" durch Niederösterreich wollen die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) und neun weitere Organisationen auf die Schattenseiten des geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA aufmerksam machen. Der Startschuss fiel am 2. Oktober in Melk, der zweite Informationsabend ging am Donnerstagabend in Wiener Neustadt über die Bühne. In den kommenden Wochen macht die Aufklärungstour laut einer Aussendung vom Freitag noch in Krems, St. Pölten, Gänserndorf, Schwechat, Mistelbach, Mödling, Ternitz und Amstetten halt.

 

„72 Stunden ohne Kompromiss“ ist die größte Jugendsozialaktion Österreichs, an der 5.000 Jugendliche von 15. bis 18. Oktober teilnahmen. In der Diözese St. Pölten werkten hunderte Jugendliche an insgesamt 24 verschiedenen Projekten.

 

Bei der Herbstkonferenz der Katholischen Frauenbewegung (kfb) stand im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt das neue Jahresthema „Einander begegnen.

 

Höhepunkt der Eröffnung des neuen Sportplatzes in Steinakirchen am Forst war das Match der diözesanen Priesterelf „Hochwürden & Co.“. Pfarrer Hans Wurzer & Co spielten gegen eine regionale Promi-Auswahl. Der Reingewinn dieses Spiels wird für die Renovierung des Pfarrsportplatzes verwendet. "Damit wird das Team auch dem Slogan auf den Dressen gerecht: 'Glaube und Sport verbinden -  weltweit'", so Team-Manager Michael Scholz.

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