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Okt
22
19:00, Donnerstag, 22. Oktober 2020
Maria im Gebirge, Pfarre Sallapulka
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24
Samstag, 24. Oktober 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
Okt
24
Samstag, 24. Oktober 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Ökumene

 

Beim ökumenischen Gottesdienst in der Landhauskapelle am Sonntagabend dem 19. Jänner 2020 drehte sich alles um die Schifffahrt. Anlass für den Gottesdienst war die Weltgebetswoche zur Einheit der Christinnen und Christen. Die Lesung aus der Apostelgeschichte schildert, wie der Apostel Paulus und seine Mitreisenden Schiffbruch auf Malta erleiden. Dort werden sie von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt. Der neue Vorsitzende des ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West Pfarrer Richard Gödl konnte alle Kirchen der Region – 7 an der Zahl – begrüßen. Gemeinsam Gottesdienst zu feiern ist ein schöner Ausdruck von Gemeinsamkeit der Kirchen, die für alle Mitfeiernden spürbar war.

 

Wir begrüßen den altkatholischen Pfarrer der Gemeinde Krems-St. Pölten, Mag. Richard Gödl, als neuen Vorsitzenden des Ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West. Mag. Richard Gödl sieht seine Aufgabe darin, das Verbindende zwischen den Kirchen zu stärken und gemeinsam für christliche Werte in der Gesellschaft einzutreten. Gödl, geb 1970, wurde im Juni 2001 zum katholischen Priester geweiht und leitete für acht Jahre das Schülerwohnheim Don Bosco in Klagenfurt.  2010 beendete er seinen priesterlichen Dienst und arbeitet bis 2016 in der Diözese Linz in der Erwachsenenbildung, in der Jugendarbeit und als Religionslehrer. Im März 2017 übernahm er die Altkatholische Pfarre Krems-St. Pölten, die ihn im Oktober 2018 zu ihrem Pfarrer wählte.

 

"Gemeinsam für die Welt" -  zu diesem Thema  trafen sich heuer, und zwar schon zum 19. Mal, in Großrust evangelische und katholische Gläubige und Kirchenvertreter aus Obritzberg und St. Pölten sowie KAV-Mitglieder zum gemeinsamen ökumenischen Abendgebet beim Kreuzplatz mit dem ökumenischen Denkmal des Paudorfer Künstlers  Leo Pfisterer vor der Filialkirche St. Georg.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Marek Jurkiewicz und Superintendent Lars Müller-Marienburg und dem Bußakt zogen Zelebranten und Gläubige in das Gotteshaus ein.

 

Unter dem Motto „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – ihr sollst du nachjagen“ feierten sechs Glaubens-gemeinschaften einen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen der „Weltgebetswoche für die Ein-heit der Christen“.
„Unsere Einheit in Christus gibt uns Kraft, uns am vielfältigen Ringe um Gerechtigkeit zu beteiligen und für die Würde des Lebens einzutreten“
Als Organisationen sind wir getrennt, aber heute Abend bei diesem Gottesdienst vereint, mit die-sen Worten eröffnete Superintendent Lars Müller-Marienburg am 20. Jänner den ökumenischen Gottesdienst in der Landhauskapelle, an dem Vertreter aus insgesamt sechs Religionsgemeinschaf-ten teilnahmen: aus der katholischen Kirche, der russisch-orthodoxen und rumänisch-orthodoxen Kirche, aus der altkatholischen sowie der evangelischen Kirche A.B. und der evangelisch-methodischen Kirche.

 

Auf gut österreichisch ist ein „Hatscher“ ein weiter, beschwerlicher Weg. Im Mittelalter erhielten die christlichen Jerusalempilger den Ehrentitel „Hadschi“ und im muslimischen bezeichnet der Haddsch die Pilgerreise nach Mekka.
Pilgern in den verschiedenen christlichen Religionen und im Islam, das war das Thema eines großen ökumenischen Studientages mit Archimandrit Paisios, dem Abt des orthodoxen Klosters Maria Schutz im Burgenland, der muslimischen Journalistin Adisa Beganovic, dem evangelischen Pfarrer Andreas Ebert und dem katholischen Weitgeher Ferdinand Kaineder.

Foto von links: Stefan und Marianne Kimeswenger, Richard Gödl, Ferdinand Kaineder, Adisa Beganovic, Lars Müller-Marienburg, Gottfried Auer, Catalin Soare, Andreas Ebert, Wolfgang Grabensteiner, Abt Paisios, Thomas Naske, Axel Isenbart, Dragan Eric, Johann Krammer
 
 
 

Von 18. bis 25. Jänner findet die "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Während der Gebetswoche kommen weltweit sowie in der Diözese St. Pölten Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Vertreter der im Ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West vertretenen Kirchen feierten in der evangelischen Kirche St. Pölten.

Das Evangelium legte der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Catalin-Florin Soare. Er erinnerte daran, dass vor 50 Jahren erstmals ein orthodoxer Patriarch nach Österreich und nach Niederösterreich kam. Außerdem sei das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren ein wichtiges Jubiläum. „Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke“ (vgl. Ex 15, 6) ist das Motto heuer. Die Materialien zur Gebetswoche wurden in diesem Jahr von den Kirchen in der Karibik vorbereitet. In der Geschichte des Christentums in dieser Region gibt es ein Paradox: Einerseits missbrauchten die Kolonialmächte die Bibel, um die Unterwerfung der einheimischen Bevölkerung sowie der vielen Sklaven aus Afrika, Indien und China zu rechtfertigen. Andererseits wurde die Bibel für viele, die unter der Kolonialherrschaft zu leiden hatten, zur Quelle des Trostes und der Befreiung. Die Bibel ermutigt bis heute die Gläubigen in der Karibik, für Menschenwürde und bessere Lebensbedingungen zu kämpfen.

 

Beim „Tag des Judentums“ der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt erinnerte Mitorganisator Diakon Thomas Naske von der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Krems, dass alle Kirchen ihre Verwurzelung und ihr Fundament im Judentum hätten. Der „Tag des Judentums“ sei gut geeignet zur Selbstbesinnung der Christen, hieß es.

Der evangelische Bischof Michael Bünker appellierte in seinem Referat an die zahlreichen Teilnehmer/innen: „Besuchen wir Synagogen und laden wir jüdische Nachbarn zum Essen ein.“ Er zeigte auf, wie negativ eingestellt der berühmte Reformator Martin Luther gegenüber Juden gewesen sei. Gleichzeitig sei man in der evangelischen Kirche heute so weit, dass man auf die Mission von Juden verzichte und dass man das Nein der Juden zu Jesus Christus ruhig aushalten könne.

 

Die Adventbesinnung des Katholischen Akademiker/innenverbandes und der Personalvertretung DPV - NÖ Landhaus in der Leopoldkapelle des NÖ Landhauses stand ganz im Zeichen des Evangeliums zum 1. Adventsonntag der Leseordnung der evangelischen Kirche. Die Schriftlesung über den Einzug Jesu Christi in Jerusalem rief den Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung, dass Jesus wider Erwarten ohne jegliche Zeichen der Macht auf die Menschen zukam.

 

Bei einem ökumenischen Studientag im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt unter dem Titel „Genug für alle. Die Option für die Armen in der Praxis unserer Pfarrgemeinden“ wurde Mut gemacht zum Handeln an der Basis. Grundsätzlich sei – global gesehen - genug für alle Menschen da, aber nicht bei dem Lebensstil, den wir derzeit im Westen pflegen.
 
Magdalena Holztrattner, die Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, fasste den Studientag zusammen: „Genug für alle - bedeutet weniger für uns. Die biblischen Texte, allen voran Jesaja fordern, dass die Gottesliebe sich in der Nächstenliebe erweisen muss und dass Liebe politisch werden muss: Nicht mehr betteln, sondern gerechte Strukturen schaffen.“ Die „Option für die Armen" sei der rote Faden des Evangeliums. Sie rief zu einem zukunftsfähigen persönlichen Lebensstil auf, der „ein weniger als mehr" wahrnehme. Das „eigene Genug“ habe eine gesellschaftsfördernde Wirkung. Wichtig sei dabei immer wieder den Alltag zu unterbrechen, sich einmal am Tag zu fragen: "Wofür lebe ich, was will ich von Herzen gerne tun, wofür bin ich dankbar?“ Mit so einer Haltung könne die destruktive Konsumhaltung überwunden werden und Lebensfreude wachsen.

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