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Sep
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Mittwoch, 23. September 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
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Donnerstag, 24. September 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
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18:30, Donnerstag, 24. September 2020
Eggenburg, Baptist Stöger-Platz 2
 
 

Judentum

 

Seit dem Jahr 2000 wird in Österreich, seit 2006 in St. Pölten unmittelbar vor der Gebetswoche um die Einheit der Christ*innen der Tag des Judentums begangen.
Dr. Gerhard Reitzinger sprach aus Anlass des 20 Jahr Jubiläums über die Bedeutung der Beziehung des Christentums zum seinem Wurzelgrund, dem Judentum. Er bot einen Erinnerungsblick in die Veranstaltung zum Tag des Judentums, die seit 2009 unter Zusammenwirken von verschiedenen Veranstaltern (KPH Wien/ Krems Fortbildung Religion, KAV, Philosophisch Theologische Hochschule und Diözesankomitee Weltreligionen und Bildungshaus St. Hippolyt) im Bildungshaus St. Hippolyt stattfinden.

Foto (© Axel Isenbart) vlnr:Mag. Johann Bruckner (Vorsitzender Diözesankomitee Weltreligionen), Prof. Thomas Naske (KPH Wien/Krems), Dr.in Angellika Beroun-Linhart (KAV), Johannes Kammerer (Musikalische Gestaltung), Prof.in Susanne Plietzsch (Hauptvortragende, Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte Uni Salzburg), Dr. Gerhard Reitzinger (Kurbeitrag, Pastorale Dienste), Franz  Moser (Moderation, Bildungshaus St. Hippolyt)
 

Das Diözesankomitee Weltreligionen, die KPH-Wien/Krems, die PTH-St. Pölten und der Katholische Akademikerverband der Diözese St. Pölten luden am Abend des 17. Jänner 2019 zum Vortragsthema „Der Staat Israel: Heiliges Land, Hoffnungsraum oder Albtraum? Oder doch ein Staat wie jeder andere?“ ins St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt.

Ausgehend von den Ursprüngen des modernen israelischen Staates bei Theodor Herzl und Ben Gurion veranschaulichte Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer Gründungsphilosophie, Einwanderungsgeschichte und Spannungsfelder zwischen verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen im heutigen Israel.

 

Beim „Tag des Judentums“ der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt erinnerte Mitorganisator Diakon Thomas Naske von der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Krems, dass alle Kirchen ihre Verwurzelung und ihr Fundament im Judentum hätten. Der „Tag des Judentums“ sei gut geeignet zur Selbstbesinnung der Christen, hieß es.

Der evangelische Bischof Michael Bünker appellierte in seinem Referat an die zahlreichen Teilnehmer/innen: „Besuchen wir Synagogen und laden wir jüdische Nachbarn zum Essen ein.“ Er zeigte auf, wie negativ eingestellt der berühmte Reformator Martin Luther gegenüber Juden gewesen sei. Gleichzeitig sei man in der evangelischen Kirche heute so weit, dass man auf die Mission von Juden verzichte und dass man das Nein der Juden zu Jesus Christus ruhig aushalten könne.

 

Am „Tag des Judentums“, den alle christlichen Kirchen in Österreich am 17. Jänner begingen, lud die Diözese St. Pölten zu einem Abend mit Yair Barzilai, Kantor in Baden, in das Bildungshaus St. Hippolyt. Die Veranstaltung „Musik im Judentum und im Jüdischen Gottesdienst“ war eine Mischung aus Vortrag über die Musik im Jüdischen Gottesdienst und Musikbeiträgen, unterstützt vom Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten.
 
Im ersten Teil des Abends stellte Yair Barzilai gemeinsam mit dem Musiker Sapir Wolloch, der extra aus Israel angereist kam traditionelle jüdische Musik vor, besonders Lieder zum Shabbat, dem zentralen Tag der Jüdischen Woche. Der Shabbat sei für den Menschen da: zum genießen und miteinander reden, auch das gute Essen darf nicht zu kurz kommen.

 

Bedenkveranstaltungen im Gedenken an die Novemberpogrome 1938
in der Zeit von 26. Oktober bis 16. November 2016

>> Download Folder mit den Bedenkveranstaltungen

 

„Mit dem ‚Tag des Judentums‘ drücken wir unser Interesse und unsere Neugierde am Judentum aus und wollen ins Gespräch kommen“, erklärte Johann Bruckner vom „Diözesankomitee Weltreligionen“ bei der Veranstaltung im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. Der Badener Theodor Much, Gründungsmitglied und Präsident der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch, skizzierte in seinem Vortrag die Anliegen des liberalen Judentums – und die Parallelen zum Christentum.

Vertreter des liberalen Judentums nennt viele Gemeinsamkeiten zum Christentum
 

Bei der diözesanen Feier „Tag des Judentums“ im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt, betonte Axel Isenbart, Generalsekretär der Katholischen Aktion: „Es soll bei aller Trennung der christlichen Kirchen deutlich gemacht werden, dass diese ihre Verwurzelung im Judentum haben.“ Um das Judentum besser kennenzulernen, luden die Veranstalter Rabbiner Schlomo Hofmeister ein, der erzählte, „was Christen vom Judentum wissen sollten“. Damit bekamen die Teilnehmenden Auskunft über Glauben und Lebenspraxis von Juden aus erster Hand und autoristiertem Mund.

Weltreligionen

 Das Diözesankomitee Weltreligionen bemüht sich, hier einen Beitrag zu leisten. Ein Team von Frauen und Männern, die meist ehrenamtlich im Dialog mit Menschen anderer Religionen und Kulturen tätig sind, trifft sich regelmäßig, um die vielfältigen Initiativen wahrzunehmen und zu koordinieren, um zu ermutigen und Impulse zu geben.

 

Monotheismus, Erwählung des Volkes Israel, Tora, Beschneidung, Sabbat, Speisevorschriften und Reinheitsvorschriften – das hat das Judentum zur Zeit Jesu im Kern miteinander verbunden. „Und Jesus und seine Bewegung hat sich in diesem Rahmen bewegt.“ Das betonte der an der St. Pöltner Philosophisch-Theologischen Hochschule lehrende Neutestamentler Josef Pichler bei seinem Vortrag "Vielfältige Gestalt des Judentums in neutestamentlicher Zeit" im Bildungshaus St. Hippolyt anlässlich des „Tags des Judentums“.

 

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