Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Ich bin in der KA, weil ...
PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Feb
2
18:30, Donnerstag, 02. Februar 2023
Amstetten, Pfarrsaal Amstetten St. Stephan
Feb
22
9:00, Mittwoch, 22. Februar 2023
Stift Zwettl, Bildungshaus Stift Zwettl
Mär
11
9:00, Samstag, 11. März 2023
Steinakirchen, Pfarrzentrum Steinakirchen
 
 

Männertag: Falschmeldungen erkennen

KA-Präsident Dr. Reinhard Länger mit Referentin Ingrid Brodnig und KMB-Obmann Karl Toifl. (Foto: W. Zarl)

„Mitdenken hilft in vielen Fällen zu erkennen, ob eine Meldung stimmen kann oder nicht“, so die Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig beim Diözesanen Männertag am 14. Jänner 2023 im Bildungshaus St. Hippolyt. Die 38jährige beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft.

Mit konkreten Meldungen zeigte die Referentin den Männern auf, wie Falschmeldungen erkannt werden können: „Vermehrte Tipp- und Rechtschreibfehler sind bereits ein erstes Warnzeichen“, so Brodnig. Sie empfiehlt konkret nach einem Faktencheck zu suchen und Bildern in Zusammenhang mit hochemotionalen Themen zu misstrauen. Am Beispiel „Erste künstliche Gebärmutter der Welt“ wurde die Meldung analysiert und ganz klar als Falschmeldung entlarvt. Auch Überschriften würden oft nie die ganze Geschichte erzählen. 

Es gäbe drei große Motive, damit sich Falschmeldungen verbreiten können. „Entweder die Leute glauben es wirklich, es geht Geld und Aufmerksamkeit dahinter oder eine politische Überzeugung. Ganz selten sind Jux und Tollerei die Motive.“, so Brodnig.

In Diskussion zu Themen könne es hilfreich sein, Fragen zu stellen: „Woher hast du diese Information? Warum glaubst du dieser Information?“ Die Expertin empfiehlt in Gesprächen, nicht nur über das zu reden, was falsch ist. Dabei wären Fakten nicht das Entscheidende. Vielmehr müsste dem Gegenüber auch die Möglichkeit gegeben werden, dass die eigene Ansicht ein Irrtum gewesen ist. Jeder habe das Recht auf eine eigene Meinung, jedoch nicht auf eigene Fakten.

Gerade in jetzigen Umbruchsituationen wie Corona, Krieg oder Energiekrise kann es laut Brodnig hilfreich sein, eine gewisse Erdung zu haben. „Auch Glaube könne dabei einen Halt geben“, so die Journalistin zu den Männern.

Diözesanobmann Karl Toifl konnte über 60 Männer zum Diözesantag begrüßen, darunter auch der neu gewählte Präsident der Katholischen Aktion Rainhard Länger. „Die KMB ist mit rund 24.000 Mitgliedern Österreichs größte Männerorganisation“, so Toifl. 

Michael Scholz präsentierte das Jahresprogramm für das KMB-Jubeljahr. Die 1948 gegründete KMB feiert heuer das 75-Jahre-Jubiläum. Die diesjährigen Impulstage am 22. Februar in Zwettl und 11. März in Steinakirchen beschäftigen sich mit dem Thema „Energie für den Alltag – Energie für die Seele“. Das Hauptreferat wird dabei der Agrarökonom Josef Plank halten. Zum Jubiläum wird die KMB St. Pölten mit einer großen Abordnung an der Männerwallfahrt zum Grab des Hl. Leopold in Klosterneuburg teilnehmen. Die Sommerakademie der KMBÖ wird auch dieses Jahr im Juli im Campus Horn stattfinden.

Erich Hitz, Geistlicher Assistent der KMB, nahm in der Abschlussbesinnung „Die Magier aus dem Morgenland“ und deren Handeln inklusive Weg weisendem Stern und Traum unter die Lupe. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht von Tabea (Violine) und Martina (Klavier) Bender.