Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Ich bin in der KA, weil ...
PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Dez
8
17:00, Donnerstag, 08. Dezember 2022
Eggenburg, Baptist-Stöger Platz 2
Dez
10
17:00, Samstag, 10. Dezember 2022
Eggenburg, Baptist-Stöger Platz 2
Dez
12
16:00, Montag, 12. Dezember 2022
Zwettl, Bildungshaus Stift Zwettl
 
 

„Frauen ins Amt … weil Gott es so will“

v.l.n.r.: Gemeinderätin Carola Felsenstein in Vertretung von Bürgermeister  Matthias Stadler, Kfb-Vorsitzende  Anna Rosenberger, Sr. Philippa Rath, KAV-Vorsitzende Angelika Beroun-Linhart , Vizepräsidentin der KAÖ Brigitte Knell

Bis auf dem letzten Platz gefüllt war der Tagungsraum 1 im Hippolythaus! Sowohl das  Thema als auch die prominente Referentin Sr. Philippa Rath OSB haben viele Interessierte zu dem in Kooperation vom Katholischen Akademiker*innenverband und der Katholischen Frauenbewegung veranstalteten Vortragsabend angelockt.

Die promovierte Historikerin, Politwissenschaftlerin und Theologin, seit 33 Jahren Benediktinerin der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen, berichtete von ihren Erfahrungen als Delegierte beim Synodalen Weg im Synodalforum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“. Anlässlich einer Tagung sah sie sich 2020 veranlasst, einen Brief an 12 kirchlich engagierte Frauen mit der Bitte zu senden, ihre Erfahrungen zum Thema Berufung mitzuteilen, und erhielt schließlich 150 eindrucksvolle Lebenszeugnisse von Frauen zwischen 20 bis 94 Jahren sowie 3 von Männern. Daraufhin wollte sie auch die Sicht der „Kirchen-Männer“ einholen und war überrascht von den positiven Statements von Priestern und Bischöfen zur Berufung der Frauen. Diese Stellungnahmen fanden in den beiden im Herder-Verlag  erschienenen Büchern "Weil Gott es so will“ und „Frauen ins Amt!“ ihren Niederschlag, wobei sie deutlich machte, dass sie diesen Wunsch zutiefst nachvollziehen könne, ohne selbst für sich die priesterliche Berufung in Anspruch zu nehmen.

„Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus“  (Gal. 3,28)  – so lässt sich nach den Ausführungen von Sr. Philippa der Wunsch nach Geschlechtergerechtigkeit am besten zusammenfassen. Karl Rahner habe schließlich festgestellt, dass „die christlichen Kirchen einen reichen Erfahrungsschatz  in der Öffnung zur Frauenordination gesammelt haben. In ökumenischer Verpflichtung sollte man ihn auch in der katholischen Kirche fruchtbar werden lassen.“

Auch die angeregte Diskussion – die Teilnehmenden waren katholische,  altkatholische und evangelische Laien und Geistliche – zeugte vom Wunsch nach einer Kirche, die die Charismen und Gaben für alle gleichermaßen zulässt und das Amt von Frauen aus der Tabuzone holt. Sehr berührend war auch das Zeugnis mancher Diskussionsteilnehmerinnen. 

Dr.in Angelika Beroun-Linhart, Vorsitzende des Kath. Akademiker*innenverbandes