Katholische Aktion
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PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Okt
1
Samstag, 01. Oktober 2022
St. Pölten, Bildungshaus St. Hippolyt
Okt
1
15:00, Samstag, 01. Oktober 2022
Krems an der Donau, Piaristengasse 1
Okt
1
17:00, Samstag, 01. Oktober 2022
Eggenburg, Baptist-Stöger Platz 2
 
 

Energiegemeinschaften als Teil der Lösung für die Zukunft

Foto3: v.l.n.r.: KMB-Diözesanobmann Karl Toifl, Doris Weixelbraun, Referent Josef Plank und der Geistliche Assistent Erich Hitz, © Michael Scholz/honorarfrei

Dem Thema „Unsere Energiezukunft – Die Chancen des ländlichen Raums“ referierte der Agrarökonom Josef Plank bei der Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung am 17. September 2022 im Bildungshaus Stift Zwettl. Ein Teil der Lösung könnten regionale Energiegemeinschaften sein, die von Menschen mit Begeisterung für regionale Verantwortung und Beteiligung gestaltet werden. Dazu lud er auch speziell Gemeinden und Pfarren ein.

Ideen für den ländlichen und den urbanen Raum würden oft weit auseinanderliegen, wenn es um die Zukunft gehe. Den „Green Deal“ der Europäischen Union bezeichnete er als ein gutes Programm, das jedoch problematisch bei Ausrollung sei, weil sich teilweise Ziele wiedersprechen. „Der Green Deal ist so angelegt, dass die Wende finanziert werden kann, niemand zurückgelassen wird und sozial verträglich ist“, so Plank. Für eine nachhaltige Finanzierung sind eine Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie ein Lieferkettengesetz geplant. Josef Plank ist derzeit Leiter für Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen im Österreichen Raiffeisenverband.

„Wir hatten noch nie eine Energiekrise in diesem Umfang in Österreich“, ging Plank auf die Folgen des Krieges in der Ukraine ein. Positiv merkte er an, dass wir wieder in der Lage seien, über Energiesparen zu reden. Für das Ziel Österreichs, ab dem Jahr 2030 einhundert Ökostrom zu erreichen, brauche es einen Netzinfrastrukturplan. Dazu brauche es auch einen klaren Auftrag der Politik. „Energie braucht Fläche und es gilt die Frage zu lösen: Wo sollen diese Anlagen stehen“, so der gebürtige Reinsberger.

Es brauche „Kümmerer“ und „gute Planer“, die sich um Energiegemeinschaften bemühen. Gemeinden und Pfarren sollten ebenso wie Bauernhöfe und Unternehmen offensiv eingebunden werden. Die Projekte sollten nicht zu kleinteilig beginnen. „Wir brauchen Menschen mit Begeisterung für regionale Verantwortung und Beteiligung“, so Plank abschließend. Diözesanobmann Karl Toifl dankte für die ermutigenden Aussagen und lud die anwesenden Männer ein, sich bei zukünftigen regionalen Projekten einzubringen.

Diözesansekretär Michael Scholz präsentierte das Jahresprogramm der Katholischen Männerbewegung. Als nächstes Angebot stehen die Besinnungs- und Begegnungstage im Bildunghaus St. Georg in Bad Traunstein auf dem Programm. Die Tage rund um den Nationalfeiertag werden von Rektor Thomas Pichler zum Thema „Starke Männer in der Bibel“ begleitet. Der Konferenztag in Zwettl endete mit einer Andacht von Erich Hitz zum Thema „Wasser – Quelle unseres Lebens“.