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PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Okt
22
19:00, Donnerstag, 22. Oktober 2020
Maria im Gebirge, Pfarre Sallapulka
Okt
24
Samstag, 24. Oktober 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
Okt
24
Samstag, 24. Oktober 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Schöpfungsbischof Schwarz: Kein Inseldenken in Bezug auf Umwelt

Umweltreferatsbischof Alois Schwarz, Kardinal Turkson und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. COPYRIGHT: NLK Pfeiffer

St. Pöltner Bischof stellt in Rom Laudato si-Zwischenbericht der Diözesen vor

Kardinal Turkson betonte in dem Gespräch die ganzheitliche Sichtweise auf Schöpfungsverantwortung, und sprach davon, dass „nur im Dialog aus Ökonomie, Ökologie, Politik, Sozialem und Religiösem“ die Themen sinnvoll umzusetzen wären. Der Schöpfungsauftrag wurde darin konkret, „dass Gott uns die Welt als Garten überlassen hat, und wir sie nicht als Wüste zurücklassen dürfen“. Der in der österreichischen Bischofskonferenz zuständige Referatsbischof für Schöpfung und Nachhaltigkeit, Bischof Alois Schwarz, zeigte sich vom Termin beeindruckt. „Kardinal Turkson war über die Bemühungen der Kirche ebenso beeindruckt wie über den Dialog zwischen Kirchlichen wie politischen und zivilgesellschaftlichen Verantwortlichen“, so Schwarz nach dem Treffen. „Ich bleibe davon überzeugt, dass uns Inseldenken in Bezug auf Ökologie nicht weiterbringt, und nur im Dialog und auf den Grundsätzen einer ökosozialen Marktwirtschaft wirklich schöpfungsverantwortliches Handeln wirksam werden kann“. Im Rahmen der niederösterreichischen Delegationsreise nach Rom fand ein Termin der Delegierten, denen auch Bischof Alois Schwarz angehörte, mit Kurienkardinal Peter Turkson statt. Kardinal Peter Turkson steht an der Spitze des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und somit jenes Dikasteriums, das für Schöpfung-, Nachhaltigkeit- und Umweltfragen und deren Agenden zuständig ist. Bischof Alois Schwarz stellte im Rahmen des knapp eine Stunde dauernden Termins ein umfassendes Papier vor, das als „Zwischenbericht“ 5 Jahre nach Erscheinen der Enzyklika „Laudato si“ einen Status Quo aus Österreich im Überblick bot. Die drei wesentlichen Ökologie-Ziele der österreichischen Bischofskonferenz wurden besonders betont: diese sind eine ökosoziale Beschaffungsordnung in den Diözesen, die Energiewende hin zu einem Totalausstieg aus fossiler Energie inklusive Klima- und Energiestrategien sowie Energieeffizienz in den Pfarren und auf diözesaner Ebene erarbeitete Leitlinien zur Nachhaltigkeit. Die diesbezüglichen Bemühungen seitens des Landes Niederösterreich wurden von den politischen Repräsentanten, allen voran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, vorgestellt. 

Laudato si

Das 2015 veröffentlichte Schreiben "Laudato si" gilt als erste päpstliche Umweltenzyklika. Sie ist zugleich eine "grüne Sozialenzyklika", mit der Franziskus eine "ganzheitliche Ökologie" aus Sicht der Ärmsten vertritt. Laut Franziskus kann man über Umweltschutz nicht sprechen, ohne soziale Gerechtigkeit, das globale Wirtschaftssystem, die Flüchtlingsproblematik und die Menschenrechte in den Blick zu nehmen. Der Vatikan widmet der vor fünf Jahren veröffentlichten Papst-Enzyklika "Laudato si" nicht nur ein noch bis Mai 2021 laufendes Themenjahr, sondern will die darin enthaltenen Anliegen auch über mehrere Jahre auf lokaler Ebene gezielt weiterverfolgen.

Kommunikationsreferat der Diözese St. Pölten