Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
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17:30, Freitag, 03. April 2020
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Samstag, 04. April 2020
Seitenstetten, Stift Seitenstetten
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18:00, Donnerstag, 09. April 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Impulstag der KMB in Zwettl

Blackout – wenn es plötzlich dunkel wird
Im Bildungshaus des Stiftes Zwettl fand der traditionelle Impulstag am Aschermittwoch der Katholischen Männerbewegung (KMB) der Diözese St. Pölten statt. In Impulsen wurde ein Spannungsbogen von der Gefahr eines Blackouts bis hin zur Zusage Jesu „Ich bin bei euch alle Tage“ und deren Umsetzung im jeweils konkreten eigenen Leben gezogen. Ein krisenfester Haushalt und ein über den Krisen stehendes Leben in Verbindung zu Gott würden vieles erleichtern.


 
Nicht fehlen durfte auch em. Abt Wolfgang Wiedermann, der alle Teilnehmenden wieder herzlich im Bildungshaus Stift Zwettl begrüßte: „Es ist ein Tag mit einer Zäsur - der Fasching ist beendet - eine ernste Zeit beginnt. Eine Zeit des Neuwerdens. Die Bibel sagt uns: Kehre um und glaube an die Frohbotschaft."

Referentin Elfriede Monihart nahm in ihrem Impuls „Ich bin bei euch alle Tage“ auch auf die mittlerweile andauernde Angst rund um den Coronoa-Virus Bezug: „Worauf kann ich mich noch verlassen? Haben wir Grund zum Angsthaben? Es ist nicht ganz leicht zu sagen Nein oder Ja.“ Monihart beleuchtete auch, dass religiöse Menschen Halt finden in Gott. Sie seien verwurzelt in der Religion und fänden im Glauben Halt. „Wie müsste eine Pfarre ausschauen, dass sie eine Oase für Menschen sein kann, die Angst haben. Welchen Beitrag können Männer und Frauen leisten, damit so etwas geschehen kann? Es ist nicht wichtig, dass wir perfekt sind. Wichtig ist, dass wir verbunden mit Gott und den Menschen sind.“

„Wenn das Licht ausgeht“

Bernd Buric vom NÖ Zivilschutzverband informierte die Teilnehmenden mit seinem Vortrag über „Blackout - Stromausfall“, also eine Situation, wo große Teile - ein Land oder sogar ganz Europa - länger als 12 Stunden keinen Strom haben. Das Stromnetz müsse immer eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage haben, damit es stabil bleibe. Auch die erneuerbaren Energien tragen dazu bei, dass diese Balance aus dem Gleichgewicht kommen könne. Das sei eine große Herausforderung. Extreme Umweltsituationen – wie Blitzeis – können die Stromversorgung für eine längere Zeit lahm legen.

Ein Leben ohne Strom würde uns quasi in die Steinzeit zurückversetzen. Viele Geräte, die wir im täglichen Leben liebgewonnen haben – von der Kaffeemaschine über den Kühlschrank bis hin zum Handy – würden nicht mehr einsatzfähig sein. „Eine Möglichkeit ist daheim campen. Mit Schlafsack und guter warmer Kleidung kann man in unseren Regionen schon drei Wochen im Winter ohne Heizung gut überleben“, so der Referent.

Ein krisenfester Haushalt ist für alle Katastrophen gewappnet

Buric rät dazu, die Infrastruktur zu Hause und auch in der Gemeine anzuschauen. Abhilfe könnte im Katastrophenfall auch eine Vorsorge an Nahrungsmitteln für zwei bis drei Wochen sein. Wobei der Experte für Zivilschutz auch ganz konkrete Tipps hat: Mineralwasser mit Kohlensäure ist länger haltbar.

Salz der Erde und Licht der Welt

Im Anschluss an die spannenden Vorträge spendete Mag. Erich Hitz, geistlicher Assistent der KMB St. Pölten, im Rahmen der Abschlussandacht das Aschenkreuz. In seiner Andacht ermutigte er die Männer und Frauen „Salz der Erde und Licht der Welt zu sein“. Dabei ging es auch darum, ein „menschliches Blackout“ zu verhindern und Anregungen zu geben, damit es im Zusammenleben mit den Mitmenschen nicht finster wird.