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Okt
22
19:00, Donnerstag, 22. Oktober 2020
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24
Samstag, 24. Oktober 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
Okt
24
Samstag, 24. Oktober 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Diözese St. Pölten beging im Bildungshaus St. Hippolyt Tag des Judentums 2020

Foto (© Axel Isenbart) vlnr:Mag. Johann Bruckner (Vorsitzender Diözesankomitee Weltreligionen), Prof. Thomas Naske (KPH Wien/Krems), Dr.in Angellika Beroun-Linhart (KAV), Johannes Kammerer (Musikalische Gestaltung), Prof.in Susanne Plietzsch (Hauptvortragende, Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte Uni Salzburg), Dr. Gerhard Reitzinger (Kurbeitrag, Pastorale Dienste), Franz  Moser (Moderation, Bildungshaus St. Hippolyt)

Seit dem Jahr 2000 wird in Österreich, seit 2006 in St. Pölten unmittelbar vor der Gebetswoche um die Einheit der Christ*innen der Tag des Judentums begangen.
Dr. Gerhard Reitzinger sprach aus Anlass des 20 Jahr Jubiläums über die Bedeutung der Beziehung des Christentums zum seinem Wurzelgrund, dem Judentum. Er bot einen Erinnerungsblick in die Veranstaltung zum Tag des Judentums, die seit 2009 unter Zusammenwirken von verschiedenen Veranstaltern (KPH Wien/ Krems Fortbildung Religion, KAV, Philosophisch Theologische Hochschule und Diözesankomitee Weltreligionen und Bildungshaus St. Hippolyt) im Bildungshaus St. Hippolyt stattfinden.

Johannes Kammerer gestaltete den Abend mit eindrucksvoller Klaviermusik jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts, die zum Teil der Vernichtung in der Shoah zum Opfer fielen.

In ihrem Hauptvortrag ging Univ. Prof.in Dr.in Susanne Plietzsch vom Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg  Modellen und Metaphern des jüdisch-christlichen Metaphern nach. Sie stellte dabei klassische bildliche Darstellungen von Kirche und Synagoge vor und ging den Wurzeln dieser über Jahrhunderte wirkmächtigen, furchtbaren Sichtweisen nach. Besonderes Augenmerk legte sie auf neueste Forschungen zur Ursprungszeit des Christentums und vor allem darauf, dass das Judentums - wie bis heute - bei weitem kein einheitliches Religionsgemeinschaft darstellte sondern sehr sehr vielfältige kulturelle und religiöse Ausprägungen hatte. Angesichts dieser Einsichten stellt sich die Frage, wie und warum sich das Christentum überhaupt vom Judentum ablöste bzw. sich die zwei Wege trennten.