Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Jul
20
16:00, Samstag, 20. Juli 2019
Seitenstetten, Berg 11
Jul
28
20:00, Sonntag, 28. Juli 2019
Purgstall, Kirchenplatz 4
Jul
29
7:30, Montag, 29. Juli 2019
Furth/Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
 
 

Impulstag: Bewusstseinsbildung ist Basis für Mitgestaltung

v.l.n.r.: Tagungsleiter Ing. Johann Graf, Referent DDr. Josef Baum, KR Mag. Erich Hitz, Referent Mag. Martin Zellinger und Dipl.-Geol. Axel Isenbart, Umweltbeauftragter der Diözese St. Pölten

Die Katholische Männerbewegung (KMB) lud am Aschermittwoch zum diesjährigen Impulstag ins Bildungshaus Stift Zwettl ein. Das Jahresthema „Mitgestalten der Gesellschaft“ wurde dabei mit einem Blick auf Jesus und sein Wirken in der damaligen Gesellschaft sowie auf die zukünftige „Mobilität auf dem Lande“ betrachtet.
Mit dem provokanten Titel „Der unbequeme Jesus“ hat der Theologe Martin Zellinger zum Nachempfinden biblischer Szenen eingeladen. „Wem war er unbequem? Den Hilfesuchenden wohl nicht. Ja, selbst denen hat er nicht sofort die Wünsche erfüllt“, so Zellinger, der auch Mitarbeiter des Bibelwerkes Linz ist. Bei den einzelnen Szenen wurde der Umgang von Jesus mit seinen Gegnern, mit Widerspruchsgeistern, mit seinen uneinsichtigen Schülern und mit Bedürftigen nachempfunden. Auf einer Landkarte zeigte Zellinger verschiedene Stationen im Leben Jesu. Viele davon hat er schon auf seinen zahlreichen Reisen nach Israel und Palästina selbst besucht.

Ausgehend vom derzeitigen Klimawandel machte der Ökonom und Wirtschaftsgeograf Andreas Baum im zweiten Teil der Tagung einen Blick auf die zukünftige „Mobilität am Lande“.  Viele heutige klimatische Probleme seien ein kleiner Vorgeschmack, was noch kommen wird. In Österreich gebe es mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. Wir müssten das Problem Mobilität lösen, weil allein der Klimawandel das von uns verlange. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit einer guten Abstimmung Bahn-Bus sei daher ein „Gebot der Stunde“. Dieser müsste mit einem flexiblen öffentlichen Verkehr wie Rufbusse oder Sammeltaxt ergänzt werden. „Wir müssen zuallererst ein Bewusstsein schaffen, das etwas zu verändern notwendig ist“, so der Referent, der in dieser Hinsicht auch für die Enzyklika „Laudato si“ des Papstes dankte. Zum Thema präsentierte Axel Isenbart, Umweltbeauftragter der Diözese St. Pölten, das Projekt Autofasten sowie das Konzept einer ökosozialen Steuerreform der Katholischen Aktion Österreich.
Eine Andacht zu Beginn der Fastenzeit gestaltete der Geistliche Assistent der KMB, Erich Hitz. Dabei wurde auch das Aschenkreuz aufgelegt.