Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Dez
23
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Feb
25
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Sep
30
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„Sparen auf Kosten der Familien ist der falsche Weg“

Präsident der Kath. Aktion Österreich, DI Leopold Wimmer

Präsident der Katholischen Aktion Österreich, Wimmer, zur Mindestsicherungsreform: Geplante Kürzungen „treffen sicher die Falschen“
„Ein Sparen auf Kosten von Familien und Kindern, die ohnehin wenig haben, ist der falsche Weg“, sagt der Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Leopold Wimmer, zu den Plänen der Regierung zur Reform der Mindestsicherung. „Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache haben bei ihrer Vorstellung der Reformpläne diese Maßnahme damit begründet, dass manche Mindestsicherungsbezieher mit mehreren Kindern derzeit mehr im Monat bekämen als manche Arbeitnehmer mit gleich vielen Kindern. Solche Fälle wird es geben. Die angekündigten Einsparungen bei den Kindern werden aber ausnahmslos alle Familien treffen. Das gilt auch für die vielen Aufstocker, deren Einkommen nicht zum Überleben ausreicht und durch die Mindestsicherung aufgebessert wird, und das sind immerhin 70 Prozent der Bezieher. Unter ihnen sind – neben Pensionisten und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen - noch dazu jene,
die für zumindest einen Teil ihres Einkommens in – oft schlecht bezahlter – Arbeit selbst sorgen. Ich kann daher an die Regierung nur appellieren, diese Kürzung bei Kindern und Familien zurückzunehmen.“

"Ich darf in der Debatte auch auf die Statistik verweisen: 2017 haben die insgesamt 308.000 Mindestsicherungsbezieher im Schnitt rund 3.240 Euro im Jahr, d.h. 270 Euro im Monat bezogen.
Hier werden nicht Reichtümer verteilt, sondern es wird Menschen das Nötigste zum Überleben gesichert. Kein System in hundertprozentig treffsicher, aber die geplanten Kürzungen
bei den Familien treffen ganz sicher die falschen", so Wimmer. Zu den positiven Maßnahmen des Reformvorschlages zählt laut dem KAÖ-Präsidenten, dass
Alleinerziehende eine höhere Mindestsicherung bekommen sollen. Zu begrüßen ist auch, dass Menschen über einen befristeten Zeitraum nicht gleich die gesamte Mindestsicherung verlieren,
wenn sie mit einem kleinen Gehalt erwerbstätig sind.

Rückfragehinweis: Mag. Josef Pumberger, Generalsekretär der Kath. Aktion Österreich