Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Dez
23
14:00, Sonntag, 23. Dezember 2018
Seitenstetten, Berg 11
Feb
25
14:30, Sonntag, 25. Februar 2018
Seitenstetten, Berg 11
Sep
30
18:00, Sonntag, 30. September 2018
St.Pölten, Domplatz1
 
 

KMB-Herbstkonferenz: Gesellschaft mitgestalten

Ing. Karl Toifl, Prof. Dr. Josef Höchtl, Doris Weixelbraun und DI Dr. Leopold Wimmer (Foto: Scholz)

Bei der Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung (KMB) im Stift Zwettl sprach der langjährige Bundespolitiker, Abgeordnete und Sozialwissenschaftler Josef Höchtl zum Thema „Von der Ohnmacht zur Wirkmacht“ über die Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Gesellschaft in Österreich.
 
Im Rahmen seiner Ausführungen präsentierte Höchtl einen neuen Rekord: Per September 2018 sind bereits Satzungen von 1.100 politischen Parteien beim Innenministerium hinterlegt. Derzeit würden 85 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Demokratie als die beste Form des Regierens bezeichnen, aber wie andere Beispiele in anderen Ländern zeigen, müsste diese Errungenschaft jeweils neu verteidigt werden.

Persönlich halte er es mit einem Zitat des Heiligen Augustinus: „In dir muss brennen, was du im anderen entzünden willst.“ Dies gelte sowohl für den Glauben, als auch für die politische Einstellung. Höchtl selbst war in der Katholischen Jugend und 50 Jahre lang Organist. In Österreich gebe es eine freie Gesellschaft und eine Minderheit auf der Welt lebe in Freiheit. Zur Mitgestaltung nannte er vier wichtige Elemente: „Ich muss selber brennen, Verbündete suchen, mit einem System der Streuung quasi missionarisch sein und mich selbst engagieren und mitgestalten“. Das zu gestaltende politische und religiöse Feld solle nicht den anderen überlassen werden.

„Man muss uns in der KMB als Christen erkennen“, ermunterte Diözesanobmann Leopold Wimmer von der KMB die Teilnehmer der Konferenz. Dazu müsse jeder sein eigenes Leben verstehen, ein eigenes Urteil bilden und dies auch kundtun. Nur so sei eine Mitgestaltung der Gesellschaft möglich. Im Rahmen der Tagung präsentierte Mag. Bianca Seidl die Möglichkeiten des neuen Erwachsenenschutzgesetzes, das den betroffenen Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt stellt. Dieses Gesetz löste die bisherige Sachwalterschaft ab.