Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
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Freitag, 20. Dezember 2019
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18:00, Freitag, 20. Dezember 2019
Seitenstetten, Berg 11
Feb
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15:00, Sonntag, 24. Februar 2019
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Österreichs Kirchensportler betonen Menschenwürde

Foto: DSG-St. Pölten-Vorsitzender Sepp Eppensteiner, Olympia-Kaplan Pater Johannes Paul Chavanne, Sportbischof Alois Schwarz, Kremser Sportpfarrer Franz Richter

Österreichs Kirchensportler holten sich bei der Bundeskonferenz der Diözesansportgemeinschaft (DSG) Österreichs im Stift Seitenstetten neuen Schwung. An der Veranstaltung nahmen viele prominente Geistliche wie „Sportbischof“ Alois Schwarz oder Olympiakaplan Pater Johannes Paul Chavanne teil.
 
Bischof Schwarz würdigte die vielen Initiativen der Diözesansportgemeinschaften. Die einzelnen diözesanen Verbände würden mit verschiedenen Sportarten in der Lebenswelt der Menschen stehen. Bei den Kirchensportler/innen gehe es nicht nur um den Erfolg, sondern um die Würde des Menschen. Die DSG biete der Gesellschaft ein sportliches Gesicht, und: „Die Diözesansportgemeinschaft bewegt die Kirche – im wahrsten Sinne des Wortes.“ Bischof Schwarz: „Es ist wichtig, dass bei all dem Ringen um den Erfolg das Menschsein im Vordergrund stehen muss und nicht der Sieg um jeden Preis das Ziel ist.“ Dieser Verantwortung hätten die Organisatoren des Sports gerecht zu werden.

In den Berichten der Bundesländerorganisationen wird der Mehrwert des Kirchensports erläutert: Es gehe um die Vermittlung von Fairness, Respekt und Teamgeist. Außerdem würden vielerorts bewusst Randgruppen wie Migranten oder Menschen mit Behinderung einbezogen. Der Sport sei in vielen Pfarren fest etabliert, so gebe es viele Sportplätze auf kirchlichen Gründen oder Sportmöglichkeiten in Pfarrhöfen. Seitenstettens „Hausherr“ Abt Petrus Pilsinger erinnerte daran, dass auch sein Stift kürzlich eine Sporthalle für die Schüler/innen eröffnete.

Bei der Bundeskonferenz in Seitenstetten wurde weiters das Leitmotiv des nächsten Jahres, Motto ist: „Werteorientierte Arbeit im Sport. Akzente für mehr Menschlichkeit im und durch Sport“. DSGÖ-Vorsitzender Pepi Frank und sein Stellvertreter Josef Eppensteiner betonen: „Unser Wissen, unsere Ethik und unsere Werte müssen wir der Jugend weitergeben. Denn: Tue Gutes und rede darüber. Wir wollen keine geschlossenen Zirkel sein, sondern wollen unsere Haltungen authentisch vorleben.“ Bei den jeweiligen Diözesansportgemeinschaften kann der neu erarbeitete Leitfaden „Werteorientierte Arbeit im Sport“ bestellt werden bzw. unter dsg.or.at heruntergeladen werden.

Die DSGÖ betonte auch, dass ihr die Gemeinschaft ein zentrales Anliegen sei. Das bedeute, niemanden auszuschließen, den anderen wertzuschätzen und sich bei jeder Gegnerschaft auch über die Erfolge anderer freue.

Die Diözesansportgemeinschaft lud außerdem zu einer hochkarätigen Enquete über Gewalt in Sportvereinen, in pfarrlichen Gruppen oder Schule, die viele interessierte. Dazu referierten die renommierten Experten Christa Markon von der Universität Wien und Leo Pöcksteiner, Lebensberater und Psychotherapeut.