Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
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19:30, Montag, 09. Dezember 2019
Seitenstetten,
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19:00, Mittwoch, 11. Dezember 2019
St. Pölten, Maria Ward Haus Lilienhof
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18:30, Freitag, 13. Dezember 2019
St. Pölten, Bildungshaus St. Hippolyt
 
 

Gott braucht keine äußeren Zeichen der Stärke - Ökumenische Adventbesinnung im Landhaus

Die Adventbesinnung des Katholischen Akademiker/innenverbandes und der Personalvertretung DPV - NÖ Landhaus in der Leopoldkapelle des NÖ Landhauses stand ganz im Zeichen des Evangeliums zum 1. Adventsonntag der Leseordnung der evangelischen Kirche. Die Schriftlesung über den Einzug Jesu Christi in Jerusalem rief den Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung, dass Jesus wider Erwarten ohne jegliche Zeichen der Macht auf die Menschen zukam.

In seiner Predigt ging Superintendent Mag. Lars Müller-Marienburg genauer auf dieses Bild und seine Aussage für die heutige Zeit ein. Jesus kam nicht in glänzender Rüstung auf einem stattlichen Ross, wie es für große Könige der damaligen Zeit üblich war. Er war kein Politiker und Machtmensch, redete nicht wie ein weltlicher Herrscher. Sein Auftreten war für die Menschen so verstörend, dass sie ihn 5 Tage später sogar töteten.
Doch gerade dieses Auftreten kann für uns heute ein großer Trost sein. Sowohl in Politik als auch in Gesellschaft und kirchlichen Strukturen gilt: Du musst stark sein, erfolgreich, kompetent, … Du darfst keine Schwäche zeigen. Schwache sind keine Respektspersonen, werden nicht gewählt, braucht keiner. In unserem Leben sind Stärke und äußerer Status generell sehr wichtig.
Da ist es eine große Entlastung zu wissen, dass der, auf den wir im Advent warten, auf all diese äußeren Zeichen der Stärke verzichtet. Er braucht diese Zeichen nicht, um etwas zu bewirken, um Liebe und Frieden zu bringen. Das gibt Hoffnung, dass eines Tages vielleicht nicht mehr Stärke regieren wird, sondern Friede.
Auch Propst Maximilian Fürnsinn ging darauf ein, dass wir von Gott bereits gefunden worden sind und nichts beweisen müssen. Gott ist das Licht in uns, das uns in den Kerzen auf dem Adventkranz wieder begegnet. Die Segnung der Adventkränze gilt eigentlich als Segen für uns, um uns in der Vorweihnachtszeit der Liebe Gottes näher zu bringen.

17 Kinder des Landhauskindergartens unter der Leitung von Anita Schuster und ihren Helferinnen bereicherten die Feier durch ihren Lichtertanz mit selbstgebastelten Laternen.
Sehr stimmungsvoll untermalten Werner Hainitz an der Gitarre und Eva Kiss-Hainitz am Hackbrett die Feier mit ihrem Können. Dr. Angelika Beroun-Linhart spielte wieder in bewährter Weise die Orgel – vom Beginn vor 20 Jahren an hat sie diese spirituelle Veranstaltung im NÖ Landhaus im Rahmen der kategorialen Seelsorge immer organisiert.

Bericht: Mag.a Monika Berger