Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
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PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Sep
23
Mittwoch, 23. September 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
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Donnerstag, 24. September 2020
Furth bei Göttweig, Jugendhaus Stift Göttweig
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18:30, Donnerstag, 24. September 2020
Eggenburg, Baptist Stöger-Platz 2
 
 

Flüchtlingskrise: Besinnung auf die Wurzeln anstatt Angst

Zwettl. Die aktuellen Herausforderungen durch die verschiedenen Erscheinungen der Globalisierung, besonders durch die wachsende Anzahl von Flüchtlingen und Migranten, waren das Thema beim Impulstag „Verwurzelt in der Re<li>gion“ im Bildungshaus Stift Zwettl. Anstatt Angst vor Veränderungen zu haben, sollten Christen sich auf ihre Wurzeln besinnen, „den Schalter umlegen und eine andere Perspektive einnehmen“, betonte Referent Johann Bruckner, Leiter des Diözesankomitees für Weltreligionen und Fachinspektor für den katholischen Religionsunterricht.

Die zunehmende Vermischung der Bevölkerung mit anderen Ethnien und Kulturen sowie der wachsende Anteil von Muslimen seien Tatsachen, die nicht ausgeblendet werden dürften. „Die multireligiöse Gesellschaft ist ein Fakt“, so Bruckner. Die Frage sei: „Wie gehe ich damit um?“ und weiter: „Welchen Beitrag leiste ich zum Frieden?“ Aufgrund des christlichen Gottes- und Menschenbildes sollten wir fähig sein in jedem anderen Menschen Gott zu entdecken und zu erkennen. Das seien „tragfähige Wurzeln“ auf die Christen zurückgreifen könnten.

Auf der Basis des Konzilsdokuments „Nostra aetate“ über die Weltreligionen sollten Christen mit anderen Religionen und Kulturen in Kontakt treten und „eine gemeinsame Alltagskultur aufbauen“. Da bei sei es wichtig für sich persönlich zu wissen, „wo ich die Grenze ziehen muss“, erklärte Bruckner: „Es geht nicht darum, meine Identität aufzugeben.“ Es solle auch kein „Strohfeuer“ der Solidarität entfacht werden, das bald erlösche, sondern das jeweils Machbare konkret umgesetzt werden.

Fastenzeit: entscheidend ist Hinwendung zu Gott
Nicht das Äußere sei entscheidend beim Fasten, sondern unsere innere Haltung, sagte Abt Wolfgang Wiedermann vom Zisterzienserstift Zwettl beim gemeinsamen Aschermittwoch-Gottesdienst mit der KMB. „Entscheidend ist das Herz, meine Hinwendung zu Gott.“ Fasten bedeute, sich von all dem abzuwenden, was diese Beziehung zu Gott behindere, und sich nicht von „den Dingen dieser Welt“ gefangen nehmen zu lassen. Beim „Almosengeben“, sollte es auch darum gehen, „sich Zeit zu nehmen, um zu helfen, wo es Not tut“, so Wiedermann. Wer bereit sei ein Stück von sich selbst herzugeben, sei in der Fastenzeit „auf der Zielgeraden auf Gott hin“.

Ulrike und Wolfgang Kleindienst gaben an Nachmittag Einblick in ihre Tätigkeiten am Lamastadl Hof in Goschenreith bei Karlstein. 1997 begannen Sie Lamas zu halten und waren damit unter den ersten in Österreich. Karl Immervoll nahm zum Abschluss des Tages die Entwicklungen von Regionen ins Blickfeld. „Ohne politischen Wille könne sich eine Region nicht entwickeln“, mahnte er ein.