Katholische Aktion
Jul
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12:00, Freitag, 01. Juli 2016
St. Pölten, Sparkassenpark
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15:30, Freitag, 01. Juli 2016
St. Pölten, Domplatz
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20:00, Freitag, 01. Juli 2016
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Benefizsuppenessen in St. Pölten: Frauenbewegung setzt starkes Zeichen der Solidarität

Jedes Jahr in der vorösterlichen Fastenzeit gehört das Benefiz-Fastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) zur guten Tradition in Niederösterreich. Auftakt war heuer das Suppenessen im niederösterreichischen Landhaus mit Landeshauptmann Erwin Pröll, Bischof Klaus Küng, Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, und der Suppenköchin 2016, Frauenlandesrätin Barbara Schwarz. Sie bereitete eine köstliche Karotten-Sellerie-Suppe mit Curry zu. Weiters waren viele Vertreter/innen der Politik und der Kirche anwesend.

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Bei dieser „Aktion Familienfasttag“ – auch bekannt unter dem Motto „Suppe essen, Schnitzl zahlen“ - werden in über 100 katholischen Pfarren allein in der Diözese St. Pölten bei Gottesdiensten und entwicklungspolitischen Bildungsveranstaltungen Spenden gesammelt. Statt nach dem Gottesdienst ein üppiges Mahl zu sich zu nehmen, gibt es die Fastensuppe. Dadurch wird gelebte Solidarität mit benachteiligten Frauen in Asien, Afrika und Lateinamerika spürbar. Die gespendeten Gelder werden in rund 100 konkreten Projekten direkt vor Ort für die Verbesserung von Frauen und Kindern in den Ländern des Südens eingesetzt. Das bedeutet: Mehr Gerechtigkeit, mehr Gesundheit, ausreichend Nahrung, mehr Bildung.

Frauenbewegung-Vorsitzende Rosenberger betont: „Gemeinsam wollen wir weiterhin für eine Zukunft mit gerechter Verteilung kämpfen. Wenn es Frauen besser gehen soll in dieser Welt, dann müssen wir Frauen uns dafür einsetzen!“ kfb-Zielgruppe seien als Frauenorgansisation Frauen und Kinder, „weil sie weltweit zu den Ärmsten gehören, weil sie es sind, die noch immer in vielen Bereichen des Lebens benachteiligt sind, weil sie es sind, die ausgeschlossen sind von Leitungsfunktionen und Geld, weil sie es sind, die gerade in unseren Projektländern oft nicht einmal Zugang zu Bildung und Land haben“.

Bischof Klaus Küng würdigte in seinem Grußwort die große Beharrlichkeit der Katholischen Frauenbewegung sowie die Fähigkeit, Menschen zum Helfen zu mobilisieren. Die kfb sei dahingehend auch sehr ideenreich. Er verwies überhaupt darauf, dass die Kirche noch große Mobilisierungskraft habe und seit Jahren viel im sozialen Spendenwesen tue. Landeshauptmann Erwin Pröll dankte in seiner Festansprache der kfb für ihr Engagement. Sie würden sich einerseits dafür einsetzen, dass die materielle Not der Menschen gelindert werde. Andererseits täten sie auch viel fürs Herz, denn sie ermutigen zu teilen. Das gebe wichtige Impulse fürs Gespür: nämlich auf die Not hinzuschauen und helfen zu lernen. Das Benefiz-Suppenessen im Landhaus schärfe jedenfalls den Blick, auf das Wesentliche zu schauen. Es gebe viele Krisen und Egoismen in der Welt, die Katholische Frauenbewegung würde mit ihrer Aktion gegensteuern.

2016 stellt die Frauenbewegung Hilfsprojekte auf den Philippinen ins Zentrum ihres Engagements. Die Katholische Frauenbewegung unterstützt u.a. die Organisation FDC (Freedom from Debt Coalition/"Koalition für eine öffentliche Entschuldung"). Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die hohe öffentliche Verschuldung auf den Philippinen nicht auf Kosten der privaten Haushalte und somit vorrangig auf Kosten von Frauen gehen. „Frauen seien von den staatlichen Einsparungen auf den Philippinen am stärksten betroffen“, so Projektpartnerin Bernadette Zeena Bello Manglinong. Die Preise für Waren des täglichen Bedarfs, für Strom, Miete und Bildung würden auf den Philippinen ständig steigen. Die staatlichen Sozialleistungen würden hingegen zurückgefahren, die öffentlichen Dienstleistungen geschmälert, die Löhne seien niedrig, die Wasserversorgung sei unzureichend, so Manglinong. Die FDC-Mitglieder schärften mit ihren Aktivitäten das Bewusstsein für diese Zusammenhänge und mobilisierten Menschen, sich für eine faire, geschlechtergerechte Wirtschafts- und Budgetpolitik einzusetzen. Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung will die Not von Menschen nicht nur kurzfristig lindern, sondern einen Wandel der Lebenswelt bewirken.

Im Jahr 2015 wurden bei der Aktion Familienfasttag österreichweit 2,4 Millionen Euro gespendet. Die mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnete Aktion Familienfasttag wurde 1958 von der Katholischen Frauenbewegung Österreichs zur Bekämpfung des Hungers in der Welt gegründet.

Unterstützungsmöglichkeit: Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs
IBAN: AT83 2011 1800 8086 0000
BIC: GIBAATWWXXX
Mehr Infos unter: Katholische Frauenbewegung der Diözese St. Pölten:Tel.: 02742/324 DW 3373, E-Mail: kfb.stpoelten@kirche.at, www.teilen.at