Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Aug
23
10:00, Freitag, 23. August 2019
Herzogenburg, Stift Herzogenburg
Sep
1
14:00, Sonntag, 01. September 2019
St. Pölten, Sparkassenpark und Begegnungssaal
Sep
1
15:00, Sonntag, 01. September 2019
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25.000 Besucher bei Veranstaltungen der „Langen Nacht der Kirchen“

Ein milder Frühsommerabend lockte rund 25.000 Menschen zu den 350 Veranstaltungen der „Langen Nacht der Kirchen“ an 87 verschiedenen Orten im Gebiet der Diözese St. Pölten. Das Hauptthema war in diesem Jahr der diözesane Schwerpunkt „Bibel.bewegt“, zu dem es zahlreiche Einzelveranstaltungen gab, wie etwa eine dreistündige Non-Stop-Lesung aus der biblischen Weisheitsliteratur in der St. Pöltner Innenstadt. Ein Höhepunkt der „Langen Nacht der Kirchen“ war auch das gemeinsame Kochen mit Flüchtlingen in Amstetten-Herz Jesu und in der Dompfarre St. Pölten. >> Fotoalbum

Bischof Klaus Küng mischte sich unter die Flüchtlinge aus Syrien und Tschetschenien, die in der Küche der Dompfarre Spezialitäten aus ihren Heimatländern kochten. „Beim gemeinsamen Kochen und Essen kommt man sich näher, kann man einander besser kennen lernen. Die Flüchtlinge kommen besonders mit den Menschen, die hier wohnen, in Kontakt", so Küng. Den Auftakt bildete ein ökumenisches Friedensgebet in der Pfarrkirche Maria Lourdes in St. Pölten mit Superintendent Paul Weiland und Ordinariatskanzler Gottfried Auer. Die „Lange Nacht der Kirchen“ sei „nicht nur ein Event“, wie Auer betonte, sondern nehme sich auch „brennender Themen“ an. So sei es angesichts des Unfriedens auf der ganzen Erde „ein besonderes Zeichen, dass wir diese Nacht mit einem gemeinsamen Friedensgebet beginnen“. Begleitet wurde der Eröffnungsgottesdienst mit Taizé-Liedern gesungen von den KISI-Kids. Musikprogramme aus allen Richtungen, von Choral über Gospels bis zu Orgelmusik und Klassik waren Publikumsmagneten und füllten zahlreiche Kirchen bis auf den letzten Platz. Auch Nachtwanderungen erfreuten sich großen Zuspruch, wie etwa die Sternwallfahrt von den Pfarrkirchen Lichtenau, Obermeisling und Rastbach nach Loiwein, wo abschließen eine gemeinsame Wortgottesfeier stattfand. Auch interessante Diskussionsveranstaltungen standen auf dem Programm: So lud das Stift Herzogenburg zu einem Gespräch von Propst Maximilian Fürnsinn mit der Schauspielerin Ulrike Beimpold, die in ihrem jüngsten Film „Superwelt“ von Karl Markovics eine Supermarktkassiererin spielte, die eine Gotteserfahrung hat. Das besondere an diesem Film sei, so Beimpold, dass er „keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt“. Es sei für jeden Menschen wichtig zu spüren, dass es etwas Größeres gebe als uns: „An Gott kommt niemand vorbei.“