Katholische Aktion
Christlich geht anders - Solidarische Antworten auf die soziale Frage
Ich bin in der KA, weil ...
PreisträgerInnen des Diözesanen Umweltpreises 2019
Sep
25
19:00, Freitag, 25. September 2020
Amstetten, Kapelle im Pfarrhof
Nov
28
9:00, Samstag, 28. November 2020
Seitenstetten, Stift Seitenstetten / Maturasaal
Dez
1
Dienstag, 01. Dezember 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

„Lange Nacht der Kirchen“: Einladung zur Begegnung mit Gott und Menschen

Eine Abseilaktion von der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl unter dem Motto „Ich hänge an meiner Kirche“ mit Franziskanerschwester Michaela Gehart war der Höhepunkt der Pressekonferenz zur diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“.

Abt Columban Luser vom Stift Göttweig und Superintendent Paul Weiland stellten das Engagement der katholischen und der evangelischen Kirche und ihre breite Palette der Angebote in der „Langen Nacht“ vor. Landesrat Stephan Pernkopf unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Land Niederösterreich und den christlichen Kirchen. Die 105 Kirchen in ganz Niederösterreich, die zu insgesamt 450 Veranstaltungen einladen, seien „Stellvertreter für alle anderen Kirchen“, sagte Abt Columban Luser in Vertretung von Diözesanbischof Klaus Küng: „Die Kirchen sind immer eine Einladung zur Begegnung mit Gott und mit den Menschen.“ Die Kirche habe „seit jeher eine große Affinität zur Nacht“, wie Luser betonte: So seien die Weih-Nacht und die Oster-Nacht die höchsten Feste des Christentums. „Die Nacht weist zum Zentrum des Glaubens, zu Jesus Christus.“ So stelle die „Lange Nacht der Kirchen“ auch eine Einladung an Fernstehende dar, „vielleicht einen Zugang zu finden“. Die „Lange Nacht der Kirchen“ sei „ein deutlicher Hinweis, dass Kirche kein privates Unterfangen ist, sondern in die Öffentlichkeit drängt und für alle Menschen da ist“, erklärte Superintendent Weiland. „Als Teil der Gesellschaft, leben und wirken die Kirchen in der Gesellschaft, damit es in ihr friedlicher, gerechter und sozialer wird.“ Das diesjährige Motto „Lichter sollen sein, um Tag und Nacht zu scheiden“ (Gen 1,14) sei ein wichtiges Zeichen „gegen die Nivellierungen der heutigen Zeit“. So wie es nicht „nur Tag“ oder „nur Nacht“ geben könne, müsse auch der Rhythmus von Alltag und Sonntag bzw. Feiertag, von Allgemeinem und Besonderem bleiben, wie Weiland unterstrich.

Pernkopf verteidigt religiöses Liedgut in Schulen

Niederösterreich sei mit Kirchen und Stiften „reich gesegnet“ sagte Landesrat Stephan Pernkopf in Vertretung von Landeshauptmann Erwin Pröll. Diese hätten über Jahrhunderte hinweg Halt gegeben: „Religiöse Werte begleiten die Menschen ein Leben Lang.“ Zwei Wochen vor der EU-Wahl sei es wichtig, daran zu erinnern, dass „nicht nur Niederösterreich, sondern ganz Europa von diesen Werten geprägt“ sei. Demnach sollte auch religiöses Liedgut in Schulen „eine Selbstverständlichkeit“ sein, wie Pernkopf betonte: „Wir werden uns diese Werte nicht wegnehmen lassen.“ Aktuell werde viel von Wandel gesprochen; es dürfe dabei jedoch nicht um einen Wandel der Werte gehen, sondern um einen Wandel mit den Werten.

Sponsoring als „Beitrag zum sozialen Miteinander“

Die Bedeutung der zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ für die Förderung des Dialogs und das Erlebnis von Kultur unterstrich Direktionsrat Peter Lafite vom Hauptsponsor Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG. „Es ist uns wichtig, dass die Menschen dort, wo sie leben, kulturelle Veranstaltungen besuchen und Kulturprojekte mitgestalten können.“ Deswegen stimme die Initiative der „Langen Nacht“ mit dem Fördergedanken der Sparkasse überein. „Die Sparkasse möchte den Kirchen bei der Umsetzung helfen und ihrem gemeinnützigen Aspekt nachkommen“. Besonders wichtig sei es, durch das Sponsoring „einen kleinen Beitrag zu einem sozialen Miteinander“ leisten zu können, so Lafite.

Sportverein mit Mehrwert

Eine spektakuläre Abseilaktion von der Wallfahrtbasilika war Höhepunkt und Abschluss der Präsentation der diesjährigen Programms der „Langen Nacht der Kirchen“ in Maria Taferl. Sr. Michaela Gehart von den Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens war eine der Mutigen, die „an ihrer Kirche hängen“. Die Diözesansportgemeinschaft (DSG) St. Pölten organisiert diese Veranstaltung auch im Rahmen der „Langen Nacht“ am 23. Mai in Maria Taferl. Es gehe dabei nicht nur um eine sportliche Aktion, wie Josef Eppensteiner von der DSG erklärte: „Glauben ist wie abseilen – es braucht Vertrauen, Mut, manchmal Überwindung und eine innere Bereitschaft.“ Die DSG sieht sich als „Sportverein mit Mehrwert“, der Erlebnisse und Erfahrungen im Sport mit denen eines aktiven und gelebten Glaubens verbindet.

Ökumenisch und international

Am 23. Mai 2014 findet die „Langen Nacht der Kirchen“ in ganz Österreich, in ganz Tschechien, in der Slowakei, in Südtirol, in Estland und Lettland und in Sopron (Ungarn) statt und ist ein gemeinsames Projekt aller 16 christlichen Kirchen, die im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich vertreten sind. Ein besonderer ökumenischer Akzent ist heuer in St. Pölten ein Fackelmarsch von der Evangelischen Kirche über das Priesterseminar, die altkatholische Kirche und den Dom bis zum Rathausplatz, bei dem in den einzelnen Stationen Impulse zum Thema der diesjährigen Langen Nacht der Kirchen gegeben werden: „Lichter sollen sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein.“Die drei regionalen Programmhefte (St.Pölten-Krems-Tulln / Mostviertel / Waldviertel) liegen in den Pfarren auf bzw. können auch kostenlos bestellt werden (solange der Vorrat reicht) unter langenacht@kirche.at oder 02742/324 3389 (Sekretariat – Koordination Lange Nacht der Kirchen in der Diözese St. Pölten).

www.langenachtderkirchen.at