Katholische Aktion
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Sep
25
19:00, Freitag, 25. September 2020
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Nov
28
9:00, Samstag, 28. November 2020
Seitenstetten, Stift Seitenstetten / Maturasaal
Dez
1
Dienstag, 01. Dezember 2020
Seitenstetten, Berg 11
 
 

Frauenbewegung-Diözesankonferenz: „Achtsam und offen“ und großes soziales Herz

Bei der Herbstkonferenz der Katholischen Frauenbewegung (kfb) stand im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt das neue Jahresthema „Einander begegnen. Achtsam und offen – gemeinsam zum neuen Wir“ im Zentrum. Vertreterinnen aus allen Teilen des Wald- und Mostviertels wollen dabei konkret „Berührungsängste abbauen und das Verbindende stärken“. Kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger: „Dazu gehören unser Einsatz und unser gesellschaftspolitischer Auftrag, für das gute Leben aller einzutreten.

Um sich einen „Blick über den Tellerrand“ zu ermöglichen, besuchten die katholischen Frauen Fraueninstitutionen und soziale Einrichtungen in St. Pölten, etwa von Emmaus, Caritas, Aktion Leben oder Diakonie. „Das war passend zum Jahresthema, denn wir wollen ja reale Begegnungsräume schaffen“, betont Rosenberger.

Das neue Motto

Auftrag von Österreichs größter Frauenbewegung sei es, kulturelle und religiöse Vielfalt fruchtbar zu machen. Eine neue Weise des Denkens beinhalte laut Rosenberger nicht ein „entweder oder“, sondern ein „sowohl als auch“, eine dialogische Weise des Miteinander-Umgehens. Das „neue Wir“ frage: „Wie können wir gemeinsam neue Wege finden und Visionen umsetzen? Was kann ich/können wir dazu beitragen, damit das gute Leben für alle gelingt?“ Sie zeigte sich erfreut, dass bei der Diözesankonferenz viele Impulse gegeben wurden, um in den Pfarren das Jahresthema lebendig werden zu lassen.

Achtsam zu sein bedeute, nicht auszugrenzen. Achtsamkeit sei weiters eine Antwort darauf, „dass Gott uns durch die Wirklichkeit, dort, wo wir immer sind, umarmt“. Dies sei zu fragen: „Achte ich auf meine eigenen Gefühle, benenne ich eigene Werte und Bedürfnisse? Gebe ich auch anderen das Gefühl, dass mir deren Werte, Bedürfnisse und Gefühle ein Anliegen sind?“

Offenheit erschließe neue Erfahrungswerte, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft unterwegs sind. Gegenseitige Offenheit, Interesse für das sogenannte Fremde und Toleranz für das Neue bereichere die Begegnung von uns Menschen und lasse das uns Verbindende in aller Unterschiedlichkeit erkennen. Hier sei zu fragen: „Bin ich eine Lernende und begegne ich den Menschen mit offenem Herzen? Wo bin ich/sind wir offen für andere? Wie lasse ich mich ein auf Anderes?“