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Franziskus und seinen Reformweg mit aller Kraft unterstützen

KAÖ-Präsidentin nach Begegnung mit Franziskus und Gesprächen mit kirchlichen Persönlichkeiten in Rom: „Auf uns Laien warten viele Aufgaben, und die Lust des Papstes am Glauben und seine Menschennähe sollten uns inspirieren“

„Es ist an uns Laien, die Reformen von Papst Franziskus mit all unserer Kraft zu unterstützen, und wir müssen dafür noch einiges mehr an Phantasie und Kreativität entwickeln.“ Mit diesen Worten hat die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, Bilanz gezogen über ihre Begegnung mit dem Papst und mehrere Gespräche mit Vatikanvertretern und kirchlichen Persönlichkeiten diese Woche in Rom. „Wer Franziskus hautnah erlebt, sieht, wie viele Herzen und Türen er öffnen kann. Seine offensichtliche Freude am Evangelium, seine Lust am Glauben und seine Nähe zu den Menschen beeindrucken und inspirieren, und sie sollten auch uns Katholiken in Österreich, die wir oft müde und frustriert sind, aus der Lethargie reißen.“

Die KAÖ-Präsidentin überreichte bei der Generalaudienz am Mittwoch dem Papst das Buch „Gebete für Papst Franziskus“, in dem Beiträge von mehr als 130 Autoren – unter ihnen auch eine Reihe von Mitgliedern der Katholischen Aktion – versammelt sind. „Der Papst nahm das Buch mit wirklicher Freude entgegen und hat auf Deutsch mehrfach gesagt: ‚Ich brauche das! Ich brauche das!‘ Und wenn man in seine Augen geblickt hat, hat man auch gespürt, dass er das nicht nur aus Höflichkeit sagt, sondern zutiefst meint.“

Darüber hinaus führten Schaffelhofer und der Generalsekretär der Katholischen Aktion, Josef Pumberger, Gespräche u.a. mit Kardinal Walter Kasper, mit dem Sekretär des Päpstlichen Laienrates, Bischof Josef Clemens, dem österreichischen Botschafter am Heiligen Stuhl, Alfons Kloss, sowie dem Rektor des Päpstlichen Instituts Santa Maria dell’Anima, Franz Xaver Brandmayer.

„In vielem wurde die positive Stimmung und der Aufbruch spürbar. Und in allen Begegnungen wurde deutlich: Wenn uns die Anliegen und Reformbestrebungen von Papst Franziskus ein Anliegen sind, dann dürfen wir nicht nur zusehen und abwarten, sondern müssen uns auch als Laien höchst aktiv in diesen Prozess einbringen. Natürlich gibt es auch Widerstände und Bedenken gegen Inhalt oder Tempo der vom Papst eingeleiteten Erneuerungen, gleichzeitig zweifelt aber niemand daran, dass Papst Franziskus entschlossen und konsequent den von ihm eingeschlagenen Weg fortsetzen wird“, so die KAÖ-Präsidentin.

Eine nächste wichtige Etappe wird die Familiensynode im Herbst 2015 sein. Schaffelhofer hat in allen Gesprächen darauf hingewiesen, dass dabei neue Weichenstellungen für den Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen erwartet werden. Auch die derzeitige Praxis der Empfängnisverhütung, vor allem der Widerspruch zwischen gelebter Realität und kirchlicher Lehre, schade der Glaubwürdigkeit der Kirche und müsse neu aufgegriffen werden.

„Darüber hinaus bin ich überzeugt – und manche in Rom sehen das durchaus auch so -, dass die Laien künftig im Leben und Wirken der Kirche immer wichtiger werden. Mehr Aufgaben zu übernehmen heißt aber auch, dafür ausgebildet und qualifiziert zu sein. Dazu gilt es, neue Formen der Aus- und Weiterbildung für Laien zu entwickeln. Generell erwarte ich mir von der beabsichtigten Umstrukturierung  im Vatikan eine Aufwertung der Laien und langfristig auch ein Umdenken in jenen Kreisen im Vatikan, die sich dies nur schwer vorstellen können“, ist die KAÖ-Präsidentin überzeugt. „Wenn das 3. christliche Jahrtausend – wie manche Gesprächspartner in Rom gemeint haben – das Jahrtausend der Laien sein wird, ist es an der Zeit, ein neues Modell gemeinsamer Verantwortung von Klerikern und Laien, Frauen und Männern in der Kirche zu entwickeln und zu verankern. Wovor sollen wir uns fürchten? Der Papst fürchtet sich offensichtlich nicht!“

Rückfragehinweis: Mag. Josef Pumberger, Generalsekretär, +43 1 51552-366, http://www.kaoe.at