Katholische Aktion
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18:30, Montag, 05. Dezember 2016
St. Pölten, Eybnerstraße 5
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Mittwoch, 07. Dezember 2016
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Donnerstag, 08. Dezember 2016
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Als ChristInnen und als VertreterInnen katholischer, evangelischer und orthodoxer Organisationen haben wir uns entschlossen, zur aktuellen gesellschaftlichen Lage Stellung zu beziehen, insbesondere zu den bedrückendsten Problemen wie steigende Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung, wachsende Armut und die Not geflüchteter Menschen. Diese Probleme sind Resultat eines Prozesses, durch den die Ungleichheit, die Ungerechtigkeit sowie soziale Exklusion global wie auch in Europa massiv erhöht werden.

Gesellschaftliche Polarisierung durch wachsende Ungleichheit
Dieser Prozess erzeugt steigenden Reichtum einer kleinen Oberschicht und zunehmende Armut wie auch Unsicherheit in einem wachsenden Teil der Bevölkerung. Er ruft Hoffnungslosigkeit und Wut hervor, gerade auch bei immer mehr Menschen, die sich um ihre Chancen und die ihrer Kinder gebracht fühlen und - oft zu Recht - finden, dass sie zu kurz kommen. In den USA und in den meisten Ländern Europas sind deshalb politische Parteien und Bewegungen des rechten bzw. rechtsextremen Spektrums im Vormarsch, welche die Gefühle der „Zu-kurz-Gekommenen“ gezielt ansprechen. Deren Angst und Wut wird auf „Sündenböcke“ gelenkt wie auf „die“ Flüchtlinge, „die“ Muslime oder „die“ Fremden. Auch innerhalb der Traditionsparteien werden jene Kräfte stärker, welche die Lösung in der Anpassung an rechtsautoritäre Einstellungen und Praxen suchen.

Christlich geht anders! Solidarische Antworten auf die soziale Frage.
 

Preisträger des Umweltpreises der Katholischen Aktion der Diözesen St. Pölten und Wien sowie des Landes Niederösterreich sind die Pfarren Langenrohr, Niedernondorf und Pöchlarn aus dem Gebiet der Diözese St. Pölten. Preisträger aus der Erzdiözese Wien sind die Pfarren Stockerau und Kritzendorf. Weiterer Preisträger ist die evangelische Pfarrgemeinde Amstetten-Waidhofen/Ybbs. Bei einem Festakt im Niederösterreichischen Landhaus wurden die Auszeichnungen übergeben, die Preise sind mit je 800 Euro dotiert.

 
kfbö gewinnt ersten Preis in der Kategorie „Zivilgesellschaft“ mit dem Frauenkaffee-Projekt „ADELANTE“

Den ersten Preis in der Kategorie „Zivilgesellschaft“ hat die Katholische Frauenbewegung Österreichs mit ihrem Frauenkaffee-Projekt „ADELANTE“ im Rahmen der heuer in Österreich erstmals verliehenen FAIRTRADE-Awards gewonnen. Im Beisein von Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen haben die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Veronika Pernsteiner, den Preis am 17. November anlässlich eines Festakts in Wien entgegengenommen: „Mit dem Frauenkaffee transportieren wir tassenweise den gegenwärtigen thematischen Schwerpunkt der Katholischen Frauenbewegung: ´Weil´s gerecht ist, FAIRändern wir die Welt´“, erklärte Pernsteiner bei der  Übergabe des Preises. Kaffee „ADELANTE“ ist 2015 in Kooperation mit EZA Fairer Handel auf den Markt gekommen, er besteht aus einer Mischung von fair gehandelten Bio-Kaffeebohnen, die auf zwei Kaffeeplantagen in Uganda und Honduras von Frauen produziert werden. Die kfbö, 1993 eine der Mitbegründerinnen von FAIRTRADE Austria,  hat den Kaffee mit großem Erfolg über ihr Netzwerk österreichweit beworben und in zahlreichen Bildungsveranstaltungen über das fairtrade-Projekt informiert.

Abbildung der Verpackung des Adelante - Kaffee aus Frauenhand.
 

Für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre vergibt die Papst-Leo-Stiftung im kommenden Jahr wieder eine mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung. Einreichungen für den Papst-Leo-Preis 2017 können bis 31. Dezember 2016 an das Kuratorium der Stiftung in St. Pölten gesendet werden, welches die Preisträger auswählt.. Der Festakt zur Verleihung ist für den 12. Mai 2017 in Horn im Waldviertel geplant.
 
Mit dem Papst-Leo-Preis werden alle zwei Jahre Personen oder Institutionen geehrt, die sich um die Katholische Soziallehre durch Lehre und Publizistik, durch Umsetzung in Gesetzgebung, Projekten und Modellen sowie durch Akte sozialer Gerechtigkeit innerhalb Österreichs besonders verdient gemacht haben. Eingereicht werden können auch Initiativen von Entwicklungshilfe und internationaler Solidarität, insbesondere solche, für die österreichische Staatsbürger Verantwortung tragen. Der letzte Papst-Leo-Preis ging im Jahr 2015 an den Betriebsseelsorger Karl A. Immervoll aus Heidenreichstein und an das Projekt „Le+O“ der Caritas Wien.

Neu: Papst-Leo-Jugendpreise

Erstmalig werden auch zwei Jugendpreise ausgeschrieben, die mit insgesamt 1.000 Euro dotiert sind: Ein Preis wird an eine Jugendgruppe vergeben (€ 700), der zweite geht an eine Einzelperson (€ 300). Eingereicht werden können nur Initiativen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Diözese St. Pölten im Alter von 14 bis 30 Jahren.