Katholische Aktion
Mai
29
18:00, Freitag, 29. Mai 2015
St. Pölten, Rathausplatz
Jun
4
Donnerstag, 04. Juni 2015 (Ganztägig)
,
Jun
8
19:30, Montag, 08. Juni 2015
Seitenstetten, Bildungszentrum St. Benedikt
 
 
 

Hochrangige Umwelt-Fachexperten aus Wissenschaft, Staat und Kirche nahmen am Freitag in Wien an einem Hearing des "Zukunftsforums" der Katholischen Aktion teil, bei dem über die Themen "Energiewende", "zukunftsfähige Ernährung", eine "faire Welt für alle" und "gerechte Wirtschaft" beraten wurde.

Ein "offener Prozess ohne innerkirchliche Nabelschau" sei angestrebt, erklärte Norbert Thanhoffer, Vizepräsident der mit dem Projekt beauftragten Katholischen Aktion (KAÖ); KAÖ-Generalsekretär Josef Pumberger kündigte die Erarbeitung konkreter Handlungswege der Kirche abseits von Lehrschreiben und Thesenpapieren an. Für Ernst Sandriesser, Sprecher der kirchlichen Umweltbeauftragten, der gemeinsam mit der steirischen Umweltbeauftragen Hemma Opis-Pieber das Konzept für dieses Hearing entwickelt hat, muss die Kirche glaubwürdig nachhaltig wirtschaften und deshalb müssen vom Zukunftsforum „Leuchturmprojekte“ ausgehen, an denen die Kirche modellhaft lernen kann.
Zu Ökologie und Schöpfungsverantwortung gibt es schon ausreichend viele Grundlagentexte, doch muss an der Umsetzung stärker gearbeitet werden, betonte Österreichs "Umweltbischof" Alois Schwarz. Dabei gelte es, auf "Hebelwirkungen" zu setzen und durch Handlungsmotivationen zu einem Wachsen, Gedeihen und Entfalten nachhaltiger Initiativen zu erlauben. Zu einem "Hebel für Veränderung" könne etwa die aktuell überprüfte Vorgabe an die Diözesen werden, ethisch zu investieren. Zudem müsse laut dem Kärntner Bischof das Beispiel von "Pionieren" in kirchlichen Reihen mehr ausgetauscht werden, damit diese mehr Nachahmer finden.

 

Der renommierte, österreich-weit ausgeschriebene Papst Leo-Sozialpreis 2015 wurde am 15. Mai bei einem Festakt in Horn an Betriebseelsorger Karl Immervoll und an das Sozialprojekt Le+O der Caritas der Erzdiözese Wien vergeben. Immervoll nimmt sich seit Jahrzehnten ideenreich besonders um die Bewohner des Waldviertler Grenzlands an, Le+O betreut und berät Hilfsbedürftige und Ausgegrenzte in Wien und im Umland.

 

Bei einem Pressegespräch mehrerer kirchlicher Organisation anlässlich des „Tages der Arbeitslosen“ informierte Stefan Heller vom diözesanen „Netzwerk der Solidarität“ über das mögliche Ende dieser Einrichtung. Das „Netzwerk“ vermittelte in 15 Jahren über 1000 Menschen wieder an Betriebe. Zumeist seien es laut Geschäftsführer Heller ältere Menschen gewesen, aber auch viele Jugendliche bekamen über seine Einrichtung eine Arbeit. Dabei griff die diözesane Initiative auf das dichte Netzwerk der Pfarren in Niederösterreich zurück und erhielt Unterstützung von vielen Ehrenamtlichen. Das habe das „Netzwerk der Solidarität“ einzigartig gemacht.
 
„Wir haben die Logik der Kürzungen einfach nicht verstanden“, so Heller, der im November einen Brief des Arbeitsmarktservices erhielt, in dem von der Einstellung der Förderungen die Rede war. Das AMS habe dem Netzwerk eine gute Erfolgsquote bescheinigt, im Jahr 2013 – also in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – seien es 45 Prozent gewesen, in den Jahren davor war die Quote noch höher. Das AMS setze zwar die Priorität auf ältere Arbeitslose, unverständlich sei dann noch vielmehr, dass gerade diese „Netzwerk“-Zielgruppe getroffen werde.